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Gedanken zu Fronleichnam

Wieder Feiertag mag der eine oder andere fröhlich denken, ausschlafen, Freizeit genießen, einfach schön! Vielleicht bei schönem Wetter mit der Familie raus in die Natur, an einen See oder, sofern man im Voralpenland lebt, in einen der zahlreichen Biergärten. Einfach herrlich wird jedermann zustimmen. Nun, stimmt schon alles, aber eine Kleinigkeit fehlt: Was steckt eigentlich hinter diesem freien Tag und was gibt es eigentlich zu feiern? Die wenigsten werden es wirklich wissen, und so ist dieser Tag in der Hierarchie längst hinter Weihnachten oder Ostern verschwunden – wahrscheinlich war das schon immer so. Das ist aber keineswegs angemessen, denn Fronleichnam ist vielleicht der wichtigste katholische Event überhaupt. Na ja, jedenfalls einer der wichtigsten. Aber zurück: Was ist Fronleichnam überhaupt? Wenn wir kurz die Etymologie bemühen, stoßen wir auf zwei mittelalterliche Wörter: „vrone“ und „licham“. Vrone bedeutet in etwa „Dienst“ für einen Herrn; das kann ein weltlicher oder ein geistlicher Herr sein, für den man einen Dienst verrichtet. „Licham“ schließlich bedeutet Leib. Aus „licham“ erschließt sich, dass in der Zusammensetzung des Wortes der Dienst für einen geistlichen Herrn im Vordergrund steht. Übertragen auf die katholische Liturgie findet an Fronleichnam also das „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ statt. Das Schöne dabei: Die Kirchenmuffel, die lieber einen Ausflug machen, können trotzdem dabei sein – bei einer der vielen prächtigen Prozessionen, die an diesem Tag quer durch das ganze Land abgehalten werden. Ist das nicht eine tolle Nachricht? Die leibliche Gegenwart Jesu und die Lebendigkeit Gottes feiern – während der Prozession und anschließend in der Natur, an einem See oder wo immer Sie eben möchten. Schönen Feiertag!

Herbert Scheubner